Jerez de la Frontera

File 320Jerez de la Frontera, die Stadt des Sherry an der Costa de la Luz, stellt man sich vielleicht ein wenig anders vor. In den Außenbezirken ist sie wie viele mittelgroße Städte von Hochhäusern und stark befahrenen Straßen geprägt. Doch im Kern ist es immer noch nett.

File 383Die meisten Bodegas laden zur Besichtigung ein. Man kann hier nicht nur jede Menge Wissenswertes über den Sherry-Wein lernen, sondern auch gleich verkosten. Die beiden größten Kellereien mit richtigen Anwesen, die für Besichtigungen offen sind, sind Pedro Domecq und González Byass. Beachtenswert ist in Jerez auch die Königlich Andalusische Reitschule: höchst professionell dressierte Pferde demonstrieren hier in Shows oder beim Training ihr Können. Wer sich für den Stierkampf interessiert, für den gibt es das Museo Taurino. In kleiner, aber feiner Aufmachung wird hier in einer nachempfundenen Arena diesem umstrittenen Sport gehuldigt.

File 380Empfehlenswert ist ein Spaziergang durch die Gassen der geschäftigen Altstadt. Es scheint, als ob die ganze Stadt sich hier draußen trifft - natürlich auf einen Sherry, was sonst? Die beiden historischen Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt ist die Kathedrale und der Alcázar mit einer Moschee, arabischen Bädern, einer Kirche und einem Garten. Gute Unterhaltung für Kinder und Kindgebliebene gibt es in der Cámera Oscura in einem alten Turm: in ein seitenverkehrtes Bild des Straßengeschehens wird in einer Dunkelkammer alles Mögliche hineinprojiziert.

Wer nicht nur Wein und Reitkunst, sondern auch den Flamenco erleben möchte, sollte im September kommen: da findet das Flamenco-Festival La Bulería statt.