Córdoba

File 305Einst eine Märchenstadt von tausenduneiner Nacht mit einer Million Einwohnern sowie Regierungssitz der mächtigen Kalifen von Al-Andalus: Córdoba ist eine Stadt der Spuren.

Heutzutage geht es in Córdoba mit über 300 000 Einwohnern eher ruhig zu. Will man auf den Spuren der Vergangenheit wandeln, beginnt man am besten mit der eindrucksvollen Mezquita - der Moschee der mehr als 800 Säulen. Hinter der Mezquita erstreckt sich La Judería, das alte Judenviertel. Hier herrscht eine besonders orientalische Atmosphäre.

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Hübsch als Fotomotiv ist die Calleja de las Flores. Ansonsten geht es wie auf einem marokkanischen Basar zu: Silber, Leder, Keramik, Hüte und mehr wird feilgeboten. Auch an Cafés und Bars mangelt es hier nicht. Südlich der Judería kann die Spurensuche etwas gemächlicher weitergehen: der Palast Alcázar de los Reyes Cristianos liegt nämlich ruhig am Flussufer. Arabische Bäder und Mühlen sowie römische Mosaike schmücken die ehemalige Residenz der christlichen Könige.

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Interessant ist ebenfalls der Calahorra-Turm, ein Wehrturm am südlichen Ende der Römerbrücke mit ihren sechsehn Bögen. In dem Turm befindet sich das Museum der drei Kulturen - denn wer auf den Spuren Córdobas wandelt, wird friedliche Fährten aller drei großen Weltreligionen finden: unter der maurischen Herrschaft lebten hier Muslime, Christen und Juden fast 800 Jahre lang mit- statt gegeneinader.

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Die beste Besuchszeit für Córdoba ist übrigens Anfang Mai. Beim Festival de los Patios werden die frühlingshaft duftenden Innenhöfe für Besucher geöffnet - und die schönsten prämiert.

Circa acht Kilometer westlich von Córdoba liegen die Ruinen von Medina Azahara, die einen Abstecher wirklich wert sind: hier hatten sich die Kalifen seinerzeit prachtvolle Paläste erbaut, von denen die Überreste noch gut erhalten sind.