Sehenswürdigkeiten in Andalusien

File 194Andalusien ist traditionell bekannt für eine wilde Romantik - bei Flamenco, gutem Wein und sengender Hitze sowie den einst allgegenwärtigen Toreros und Bandoleros ist dies auch wenig verwunderlich. Doch es scheint, als seien die natürlichen Landschaften nicht unberührt geblieben von dem historischen Glanz des südlichen Spaniens. Ebenso wie die menschengemachte Architektur und die Sehenswürdigkeiten präsentiert sich die Natur in Andalusien in ihrer ganzen Vielfalt: von der originalen Westernkulisse in der Halbwüste von Almería über das satte Grün der Tannenwälder der Sierra de Grazalema bis hin zu den verschneiten Gipfeln der Sierra Nevada gibt es für Wanderer und Naturfans jede Menge zu entdecken. Ein Fünftel von Andalusien ist von geschützten Gebieten bedeckt, darunter der Nationalpark Cabo de Gata-Nijar, der als über 33 000 Hektar große Halbinsel in der Provinz Almería ins Mittelmeer ragt. Die Marschlandschaften um die Verästelungen des Río Guadalquivir, kurz bevor der über 500 Kilometer lange Fluss in den Atlantik mündet, bilden den Nationalpark Coto de Donana: ein UNESCO-Weltnaturerbe. Nicht zuletzt ist Andalusien durch seine Strände bekannt: die Küstenlinie einschließlich der Buchten beträgt circa 900 Kilometer. Die schönsten und interessantesten Strände sind in unserem Reiseführer im Kapitel "Strände" beschrieben.

File 119Die Architektur von Andalusien mit ihren maurischen Einflüssen bietet ebenfalls eindrucksvolle Sehenswürdigkeiten, die eine wechselvolle Geschichte zur Schau stellen. Imposante Bauten in vielen größeren Städten gehören dazu, aber auch die malerischen Weißen Dörfer. Die bekanntesten Bauwerke, die auch in unserem Reiseführer beschrieben werden, sind die Alhambra von Granada, die Moschee (Mezquita) in Córdoba sowie die Palastanlage Alcázar in Sevilla. Sie sind Teil des UNESCO-Weltkulturerbes und fraglos ein Aspekt der andalusischen Romantik, denn wer kann sich schon dem Zauber einer Baukunst entziehen, die auf luftige Ornamente und blühende Oasen mit plätschernden Wasserspielen setzt? Überdies sieht man in vielen Orten der Südküsten von Andalusien, wie zum Beispiel in Málaga und Almería so genannte Alcazabas: Festungsanlagen aus maurischer Zeit. Die ebenfalls sehenswerten Castillos (Wehrbauten) stehen in vielen der Weißen Dörfer und erinnern an die kriegerischen Zeiten als die Mauren in Andalusien herrschten.

File 146Aber es sind nicht ausschließlich die Mauren, die das Bild von Andalusien geprägt haben. Die römische Siedlung Itálica ist ein eindrucksvolles Relikt aus einer weiter entfernteren Epoche. Zu den Sehenswürdigkeiten dieser Stätte unweit von Sevilla gehören antike Wohnhäuser und ein Amphitheater.

File 407Doch die Vielfalt von Andalusien erstreckt sich nicht bloß auf die Natur und Architektur, auch die Menschen darf man nicht vergessen. Einerseits die Andalusier, für die eine Mahlzeit einer Feier der Sinne gleicht, die gerne essen und ausgehen, die Siesta ausgiebig zelebrieren um abends fit für die cena (das spanische Abendessen) und den Weingenuss zu sein. Und andererseits die katholischen Andalusier, die man insbesondere bei den spektakulären Prozessionen während der Karwoche kennenlernen kann. In der Semana Santa, wie man diese Woche auf Spanisch nennt, schallt rührende Trauermusik durch die Straßen, während barfüßige Büßer das Kreuz und verschiedene Gottesbilder auf ihren Rücken tragen. Wie das Land, so sind eben auch die Menschen darin: wild und emotional, romantisch und ergreifend, vor allem aber eines: facettenreich. Viel Spaß mit den Sehenswürdigkeiten von Andalusien.