Römische Siedlung Itálica (10 km von Sevilla)

File 317Ein imposantes Amphitheater und viele ehemalige Einfamilienvillen mit hübschen Bodenmosaiken gibt es in der ehemaligen römischen Siedlung Itálica zu besichtigen. Naja, von den Häusern sind zumindest die Grundrisse übrig und von den Mosaiken wurden die prächtigsten ins Archäologische Museum von Sevilla gebracht. Aber trotzdem: mit ein bisschen Phantasie kann man sich das städtische Treiben vorstellen, das hier in vorchristlicher Zeit begann. Nordwestlich von Sevilla gelegen, wurde der Ort einst als Veteranenstadt angelegt. Während des Zweiten Punischen Krieges der Römer gegen die Karthager ist er circa 205 v. Chr. entstanden. Im 1. Jh. n. Chr. begann die Blütezeit der Stadt - hier wurden sogar zwei römische Kaiser geboren, Trajan und Hadrian. Unter westgotischer Herrschaft ab dem 5. Jh. wurde Itálica als Festung benutzt. Später diente sie den Mauren als Steinbruch. Die Ausgrabungen der Stadt begannen im 18. Jh. und wurden bis ins 20. Jh. fortgesetzt.

File 395Das Amphitheater - nach Rom und Capua das drittgrößte - bot mit 160 Metern Länge und 137 Metern Breite Platz für 25 000 Zuschauer. Hier fanden sie statt, die aus heutiger Sicht grausigen Tierhetzen und Gladiatorenkämpfe. Die noch erhaltenen Mosaike zeigen Vögel, Fische und Fabelwesen sowie Gestalten der Mythologie wie den Meeresgott Neptun. Sehenswert sind überdies die Statuen von Kriegsgöttin Diana, Liebesgöttin Venus und des Kaisers Trajan. Teilweise ausgegraben sind auch die ehemaligen Thermalbäder der Stadt.
 

Öffnungszeiten:
April bis September Di-Sa 8.30-20.30 Uhr, So und Feiertag 9-15 Uhr, Mo geschlossen / Oktober bis März Di-Sa 9-17 Uhr, So und Feiertag 10-16 Uhr, Mo geschlossen