Mezquita (Córdoba)

File 338Eine der größten und baukünstlerisch bedeutendsten Moscheen der Welt ist die Mezquita in Córdoba. Noch bevor die Mauren hier einzogen, stand hier bereits eine Kirche - und vorher noch ein römischer Tempel. Abd ar-Rahman I., erster unabhängiger Herrscher der hispanischen Mauren, ließ sich die Moschee dann ab dem Jahr 785 errichten. Diese wurde über zahlreiche Herrscherdynastien hinweg immer weiter erweitert; heute hat die Mezquita eine Länge von rund 180 Metern und eine Breite von rund 135 Metern. Später, im christlichen Spanien unter Karl V., wurde eine mächtige Kathedrale inmitten der Moschee gebaut; auch das Minarett musste schließlich einem Glockenturm weichen - ein historischer Stilbruch.

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Doch der Stil der Mauren ist immer noch unübersehbar: Typische Schmuckelemente sind die rot-weißen Hufeisenbögen und floralen Ziermuster sowie kalligraphisch gestaltete Koransprüche. Vor dem Eintritt in den Gebetsraum öffnet der Patio de los Naranjos (Orangenhof) dem Betenden schon mal die Tür zum Paradies: der von Orangenbäumen und Palmen gesäumte Hof mit Wasserbecken diente den Mauren als Oase und Waschungsraum zugleich.

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Der Innenraum der Moschee ist ebenfalls einzigartig: Ein Wald von über 850 Säulen aus Jaspis, Marmor und anderen hochwertigen Materialien lässt dem Besucher erst einmal den Atem stocken. Besonders Architekturfreunde finden hier eine Augenweide: Der Säulenwald ist in drei Bauabschnitte unterteilt: vom römisch-westgotischen Stil über korinthische Kapitelle bis hin zu verspielten Kleeblattformen.

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Bemerkenswert ist außerdem der krasse Kontrast der in ihrer Form harmonischen Moschee mit der hineingesetzten christlichen Kathedrale. In der Kathedrale selbst gibt es ein holzgeschnitztes barockes Chorgestühl aus Mahagoni zu bewundern.
 

Öffnungszeiten:
Mo-Sa 10-18 Uhr, So und Feiertag 9-10.30 Uhr und 14-18 Uhr.