Huelva

File 314Huelva, die knapp 150 000 Einwohner fassende Hauptstadt der gleichnamigen Provinz, ist keine touristische Stadt. Und das, obwohl sie unweit der Küste des Lichts liegt. Schließlich lebten die Leute hier lange hauptsächlich von dem Bergbau in der Gegend. Die stillgelegten Minas de Ríotinto sind rund 70 Kilometer entfernt und einen Abstecher wert. In Huelva selbst gibt es ein britisches Viertel: Das Barrio de los Ingleses wurde seinerzeit von einer britischen Minengesellschaft errichtet. Heute werden die Häuser in englischem Stil von einem Provinzmuseum ergänzt, in dem man sich einen Überblick über Erzabbau und Siedlungsgeschichte verschaffen kann (in der Alameda Sundheim 13).

Um die Stadt Huelva herum gibt es ebenfalls einiges zu entdecken - insbesondere einen der größten Entdecker! Christoph Kolumbus ist in Palos de la Frontera, gerade mal zehn Kilometer von hier, 1492 in See gestochen um die Neue Welt zu erobern. Zu besichtigen gibt es das Kloster La Rábida, wo Kolumbus nach der erstmaligen Ablehnung der spanischen Könige Zuflucht und Verständnis gefunden hat. Außer seinem Besprechungszimmer und zahlreichen Fresken und Ausstellungsstücken zum Thema ist die schöne Mudéjar-Architektur des Klosters einen Besuch wert. Zudem empfehlenswert sind Nachbildungen von Kolumbus' Karavellen am nahegelegenen Kai - hier kann man sich unter Deck in die Schiffscrew hineinversetzen.

Die Provinz Huelva bietet überdies jede Menge für Naturliebhaber und Sonnenanbeter. Zahlreiche Naturparks und Schutzgebiete geben den Blick in die wilde Natur frei - darunter ist Coto de Donana hervorzuheben. Am Rande dieses Naturparks, der vor allem durch seine Flamingos berühmt ist, liegt der populäre Badeort Matalascanas und El Rocío, ein Pilgerort, der zu Pfingsten von Hunderttausenden heimgesucht wird. Somit eignet sich die Stadt Huelva sehr gut als Basis für verschiedene Ausflüge und Aktivitäten in die Provinz - oder nach Portugal, denn die Grenze ist nur knapp 60 Kilometer entfernt. Und sie wird auch zunehmend so genutzt, denn auch die Atlantikküste wird jetzt mehr und mehr für touristische Zwecke erobert: die Hoteldichte wächst und wächst ...